Anatolien ist die Wiege einer jahrtausendealten Kultur, von Mund zu Mund weitergegebener Glaubensvorstellungen und tiefer Erfahrungen mit den unsichtbaren spirituellen Welten. In dieser Kultur gibt es einen sehr verbreiteten Ausdruck, mit dem die Menschen erlebtes Unglück, plötzliche Widrigkeiten und seelische Einbrüche erklären: die Sterntiefe. Doch was genau ist diese Sterntiefe, die im Volksglauben einen so großen Platz einnimmt? Kann sie einen Menschen wirklich an den Rand der Erschöpfung bringen, oder ist sie nur eine moderne Legende?
Als Metaphysik- und Bioenergie-Experte ist es meine grundlegendste Aufgabe, dieses Thema ehrlich, realistisch und menschlich zu betrachten; fern von Übertreibungen und Angstmacherei ein Licht darauf zu werfen, das auf echten Erfahrungen beruht. Halten wir diesem tief verwurzelten Begriff gemeinsam einen ehrlichen Spiegel vor.
Was bedeutet Sterntiefe in der Volkssprache?
Nach dem Volksglauben hat jeder Mensch einen "Stern", der mit seiner Geburt, seinem Wesen und seiner spirituellen Beschaffenheit verbunden ist — also eine ihm eigene Energiefrequenz. Der Stern mancher Menschen gilt von Geburt an als hoch und hell; der anderer als matt. Unsere Alten sagen über Menschen, die überall die Zuneigung aller gewinnen: "Wie hoch sein Stern doch steht", und über jene, denen alles misslingt: "Der Stern dieses Menschen steht tief."
Menschen mit hohem Stern gelten als Personen, die in jedem Umfeld strahlen, deren Wort Gehör findet, deren Angelegenheiten gelingen und die sich von negativen Einflüssen nicht leicht erschüttern lassen. Menschen mit sogenanntem tiefen Stern hingegen fühlen sich, als trügen sie eine unsichtbare dunkle Wolke über sich; sie können missgünstige Blicke, Neidenergien und Widrigkeiten auf sich ziehen. Durch das Sieb eines Experten betrachtet, lässt sich das, was das Volk Sterntiefe nennt, mit möglichen Rissen, Schwächen und Blockaden im Energiekörper — in der Aura — des Menschen in Verbindung bringen. Das Volk hat dies in seiner eigenen Sprache mit einem so schönen und verständlichen Symbol ausgedrückt.
Die Anzeichen der Sterntiefe und ihre möglichen Schäden
In der Volkskultur glaubt man, dass Menschen mit tiefem Stern in ihrem Leben, ihrer Ehe und ihren sozialen Beziehungen ernste Brüche erleben können. Die Bilder, die uns im Alltag am häufigsten begegnen, sind diese:
1. Mit sich selbst und der Umgebung einfach nicht im Frieden sein
Diese Menschen erleben vor allem in ihrer Innenwelt einen nicht endenden Kampf. Wenn sie in den Spiegel schauen, neigen sie dazu, sich als mangelhaft, fehlerhaft oder unzulänglich zu sehen; ein ständiges Gefühl der Wertlosigkeit nagt an ihnen. Diese innere Unruhe schwappt mit der Zeit nach außen: Mit der Familie, dem Ehepartner und den Kollegen beginnt ein Zustand ständiger Anspannung. Sie können glauben, dass niemand sie versteht, und im Gefühl von Ausgrenzung und Einsamkeit brennen.
2. Chronische Müdigkeit, die nicht vergeht, und ein wirrer Geist
Eine der größten Klagen ist jene schwere Müdigkeit, die nicht vergeht, wie viel man auch schläft. Morgens stehen sie auf, als lägen tonnenschwere Lasten auf ihnen; zu nichts haben sie Lust. Ihr Geist ist voll wie ein Marktplatz: Eingeklemmt zwischen den "Hätte ich doch" der Vergangenheit und den Sorgen der Zukunft fällt es zunehmend schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren und klare Entscheidungen zu treffen. Dieser ständige Lärm im Kopf ist einer der größten Faktoren, die die Energie von innen aufzehren.
3. Ständiges Misslingen — was klappen sollte, zerbricht im letzten Moment
Viele Menschen, die sagen "Was ich auch anfasse, verdorrt" oder "Es wäre fast geworden, im letzten Moment ist es geplatzt", leiden unter diesem Zustand. Ein als sicher geltendes Geschäft kann in der Phase der Unterschrift an einer winzigen Kleinigkeit zerfallen; eine verdiente Beförderung kann im letzten Moment an jemand anderen gehen; im Handel kann der Segen ausbleiben. Es entsteht ein Teufelskreis — einen Schritt vor, zwei zurück —, der den Menschen materiell und seelisch aufreibt. Wie sehr er sich auch bemüht, er fühlt sich, als könne er jene unsichtbare Mauer nicht überwinden.
Den bösen Blick (Nazar) und negative Einflüsse auf sich ziehen
Der Energieschild eines Menschen mit tiefem Stern — seine Aura — kann so dünn geworden sein, dass er gegenüber spirituellen Einflüssen von außen schutzlos wird. In der Volksweisheit nennt man das "alle bösen Blicke auf sich ziehen". Betritt die Person einen Raum, kann sie schon ein gewöhnlicher Blick oder Eifersucht sofort treffen: Heftige Kopfschmerzen, vom Nacken aufsteigende Schwere, Gähnen in Serie, Tränen und eine sich herabsenkende Schwermut werden zu einem gewöhnlichen Teil ihres Lebens. In diesem geschwächten Feld können sich auch negative Ablagerungen festsetzen; die Person kann ohne Anlass in ihrem Zuhause eine grundlose Furcht, Schauer und Beklemmung spüren — als könne sie es im eigenen Körper nicht mehr aushalten. Diese Anzeichen finden Sie ausführlich auf der Seite Anzeichen der Sterntiefe.
Zuerst die moderne Medizin: die energetische Dimension ist ergänzend
Das sage ich bei jeder Gelegenheit und mit Nachdruck: Bei panikattackenähnlichen Anfällen, intensiven depressiven Zuständen, chronischen Kopfschmerzen, plötzlichen Wutausbrüchen oder tiefen Grübeleien ist die erste Anlaufstelle immer die moderne Medizin, unsere Fachärzte und Krankenhäuser.
Während die medizinischen Prozesse weiterlaufen, kann für die Unruhe in der Innenwelt und den Zustand ständiger Alarmbereitschaft die Bioenergie als ergänzendes Element hinzugezogen werden.
Übermäßige Reizbarkeit, Grübelzwang und Panikzustände
Bei Menschen mit gestörtem Energiegleichgewicht können ernste Verhaltensänderungen beobachtet werden. Jemand, der normalerweise ruhig und barmherzig ist, kann sich aus nichtigem Anlass in einen plötzlich aufbrausenden, verletzenden und aggressiven Menschen verwandeln; ist der Zorn verflogen, zieht er sich in eine Ecke zurück und weint vor Reue: "Wie konnte ich das tun, das bin nicht ich." Grübeleien, die den Geist gefangen nehmen, legen sich wie ein Albdruck auf ihn: Man lebt mit der Angst "Mir wird etwas Schlimmes zustoßen", "Meinen Kindern wird etwas geschehen", "Verliere ich den Verstand?". Ständige Alarmbereitschaft, Konzentrationsschwäche und das Gefühl der eigenen Kraftlosigkeit können den Menschen aus dem sozialen Leben reißen und in eine tiefe Einsamkeit treiben.
Der richtige Schritt am Punkt der Erschöpfung
Wenn ein Mensch vieles von dem hier Aufgezählten gleichzeitig erlebt, wenn ihm schon das Aufwachen am Morgen zur Qual wird, sollte er innehalten und tief durchatmen. Das trotzige "Ich löse das schon allein" vergrößert die Not meist nur. Die anatolische Weisheit gibt genau an diesem Punkt einen klugen Rat: "Wende dich an einen, der es weiß — an einen Meister seines Fachs. Meine Aufgabe dabei ist nicht, den Ratsuchenden mit falschen Hoffnungen hinzuhalten oder ihm Angst zu machen; sondern sein Energiefeld sorgfältig zu analysieren und dabei zu helfen, dass die auf ihm liegenden Lasten leichter werden.
Wie hebt ein Experte den Stern?
Kommen wir zur meistgestellten Frage. Zuerst sage ich es offen: Wir sind keine Zauberer, wir haben keinen Zauberstab. Schenken Sie denen keinen Glauben, die sagen "Ich habe gepustet, es ist vorbei, dein Leben hat sich verändert". Was wir tun, ist, mit dem alten Wissen der Metaphysik und den Techniken der Bioenergie einen systematischen, geduldigen Reinigungsprozess zu beginnen:
- Zuerst eine tiefe Reinigung: Eine belastete Oberfläche kann man nicht polieren. Um den Boden für die Hebung des Sterns zu bereiten, werden zuerst die in das Feld der Person eingedrungenen negativen Energien, der angesammelte böse Blick (Nazar) und die Ablagerungen des Neids Schicht für Schicht gereinigt.
- Aura-Reparatur und Ausgleich: Nach Abschluss der Reinigung wird versucht, die gerissene, undichte Aura zu reparieren; die Chakren werden ausgeglichen, und es wird dazu beigetragen, dass die Lebensenergie wieder kraftvoll und ununterbrochen durch den Körper fließt.
Wenn diese Reinigung und die Anhebung der Frequenz geschehen sind, kann sich jener "Stern" der Volkssprache als natürliche Folge von selbst heben; der Mensch kann dem Leben gegenüber neue Widerstandskraft gewinnen. Die Einzelheiten des Prozesses finden Sie auf der Seite Sternhebung bei Sterntiefe.
Wir sprechen nicht kategorisch: Entscheidung und Wille liegen beim Ratsuchenden
Mein ganzes Berufsleben lang stand ich auf der Seite der Ehrlichkeit. Keinem Ratsuchenden sagen wir grenzüberschreitende Sätze wie "Hundertprozentige Garantie, morgen sind alle deine Sorgen vorbei"; ebenso wenig fertigen wir jemanden mit einem "Das geht niemals" ab. Denn wir sind nur Vermittler; derjenige, der die Heilung schenkt und das Schicksal lenkt, ist Gott, der Herr der Welten. Zugleich kann ich mit Dankbarkeit sagen, dass diese Reinigungs- und Energiearbeiten bei sehr vielen unserer Ratsuchenden, deren Leben durch das Gefühl der Sterntiefe schwer geworden war, sehr segensreiche Wirkungen gezeigt haben. Die Entscheidung, es zu versuchen, liegt jedoch immer im freien Willen des Ratsuchenden selbst.
Was kann sich ändern, wenn der Stern sich hebt?
- Soziale Beziehungen und Selbstvertrauen: Da die vom Menschen ausgestrahlte Frequenz klarer wird, können sich Gespräche auf einen gesünderen Boden stellen; an die Stelle der früheren Gehemmtheit kann eine in sich ruhende, Achtung weckende Haltung treten.
- Fluss in den Angelegenheiten: Plötzliche, mit Logik nicht erklärbare Hindernisse und Teufelskreise können ihre Wirkung verlieren; halbfertige Projekte und unklare Schritte können einen leichteren Verlauf nehmen.
- Geistige Klarheit: Ermüdende innere Stimmen, grundlose Befürchtungen und plötzliche Beklemmungsanfälle können sich entfernen; der Mensch kann sowohl im Familienleben als auch in seiner Innenwelt die ersehnte Ruhe wieder spüren.
Fernarbeit: Entfernung ist kein Hindernis
Die Frage "Ich bin im Ausland, in Deutschland; wir können uns nicht persönlich treffen — geht das aus der Ferne?" hören wir oft. Energie, Seele und das Quantenfeld sind unabhängig von Zeit und Raum. So wie wir uns mit einem Telefon in Sekunden von einem Ende der Welt zum anderen verbinden, ist es mit der richtigen Technik, starker Absicht und Konzentration auch möglich, sich mit dem Energiefeld eines fernen Menschen zu verbinden. Während der Ratsuchende in seinem eigenen Zuhause, in dem Raum, in dem er sich am wohlsten fühlt, liegt, bemühen wir uns von hier aus, die Risse in der Aura zu reparieren und den schweren bösen Blick (Nazar) sowie die negativen Ablagerungen Schicht für Schicht zu reinigen. Die Entfernung stellt für die Reinigung niemals ein Hindernis dar.
Veränderungen, die während der Sitzung auftreten können
Während einer echten Sitzung können beim Ausleiten negativer Energien greifbare Zeichen am Körper auftreten: ein angenehmes Kribbeln in Füßen und Händen, leichtes Taubheitsgefühl in den Fingerspitzen, nicht zu unterdrückendes Gähnen, Tränen, plötzliche Wärmewellen oder Schauer. All das ist normal und vorübergehend; im Laufe der Sitzung weicht es einer tiefen Entspannung und innerem Frieden. Wenn die Person die Augen öffnet, kann sie sagen, dass sie sich fühlt, als wäre eine große Last von ihr genommen.
Die Rolle von Alter und Geschlecht
Auch wenn die Sterntiefe in jedem Alter und bei jedem Geschlecht auftreten kann, sind ihre Ausprägungen verschieden. Bei jungen Menschen treten meist plötzliche Wutausbrüche, Konzentrationsprobleme und Zukunftsangst in den Vordergrund; weil der junge Mensch diesen Druck nicht einordnen kann, zieht er sich entweder zurück oder reagiert über. Im höheren Alter zeigt sich das Bild eher als anhaltende Schmerzen, ein durcheinandergeratener Schlafrhythmus und schwermütige Gemütszustände, die sich mit Reue über die Vergangenheit verbinden — hinter vielen Zuständen, die man im Volksmund mit "das ist eben das Alter" abtut, kann ein geschwächtes Energiefeld liegen. Auch nach Geschlecht gibt es Unterschiede: Frauen können, da sie meist eine intuitivere und empfindsamere Aura besitzen, schneller vom bösen Blick (Nazar) betroffen sein, während sich die Sterntiefe bei Männern oft in scheiternden Geschäften, Blockaden an den Toren der Versorgung und Ungeduld äußert. Das zeigt deutlich, dass die Arbeiten individuell gestaltet werden müssen.
Die eigenen Aufgaben des Menschen für einen dauerhaften Schutz
Den Stern zu heben ist nur der Anfang; die eigentliche Aufgabe ist es, dieses Gleichgewicht dauerhaft zu bewahren. Nachdem der Experte die ihm obliegende Reinigung und Reparatur vollbracht hat, hat auch der Ratsuchende große Aufgaben: das fünfmalige tägliche Gebet, den größten spirituellen Schild, zu pflegen und es sich zur Gewohnheit zu machen, die am Ende der Sitzung empfohlenen Heilungsverse und Schutzsuren morgens und abends aufrichtig, in vollkommener Hingabe zu lesen. Solange der Mensch mit seinem eigenen Herzen bei seinem Schöpfer Zuflucht sucht und seinen Schild mit Gebeten nährt, wird es, mit Gottes Erlaubnis, sehr schwer, dass sein Stern erneut sinkt oder ein negativer Einfluss von außen ihn trifft. Was den Schutz stärkt, ist der eigene aufrichtige Glaube des Menschen.
Ein letztes Wort: Geben Sie sich und Ihrer Seele eine Chance
Wenn Sie spüren, dass Sie an einer Stelle Ihres Lebens völlig festgefahren sind; wenn das Unglück Sie nicht loslässt; wenn Ihr Zorn und Ihre nicht endenden Grübeleien Ihnen und Ihren Liebsten das Leben erschweren — dann müssen Sie diesen Zustand nicht wie ein auswegloses Schicksal hinnehmen. Was Sie erleben, kann eine überwindbare Wegbiegung sein, die von der Abnutzung Ihrer Aura herrührt. Die Heilung kann immer nur einen Schritt entfernt sein; wenn Sie nur wissen, an die richtige Tür zu klopfen, sich an redliche Mittel der Heilung zu halten und die Heilung in vollkommener Hingabe von Gott zu erbitten. Ihr Herz erkennt reine Energie, wo immer es sie sieht — vertrauen Sie der Stimme Ihres Herzens.